Öffi-Tarife in Wien: Einzelticket ab Juni um 15,4 Prozent teurer

18. März 2002, 18:58
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Im Vorverkauf künftig um 1,50 Euro zu haben - Jahreskarte ab 409 Euro

Wien - Das Geheimnis um die geplante Tariferhöhung der Wiener Linien ist gelüftet: Ab 1. Juni werden die Preise für die Fahrscheine um bis zu 25 Prozent - für im Fahrzeug gekaufte Tickets - erhöht. Das gaben Vizebürgermeister Sepp Rieder (S) und Wiener Linien-Geschäftsführer Günther Grois am Montagabend in einer Pressekonferenz bekannt. Der Einzelfahrschein im Vorverkauf wird dann 1,50 Euro statt bisher 1,30 Euro kosten, das entspricht einem Plus von 15,4 Prozent. Die Jahreskarte soll bei Ratenzahlung 417 Euro statt bisher 385,10 Euro und somit um 8,3 Prozent mehr kosten.

Nach den Vorstellungen Rieders soll bis zum Jahr 2006 keine neuerliche Tariferhöhung nötig sein. Die Rede war von einer "moderaten Anpassung". Eine betriebswirtschaftliches Gutachten der BDO Auxilia GmbH hätte eine deutlichere Erhöhung gerechtfertigt. Der Stadtrat betonte zudem, dass seit der bisher letzten Tarifanpassung im Jahr 1999 eine Reihe von Qualitätsverbesserungen durchgeführt worden sei. Dies betreffe den Einbau von Aufzügen in den Stationen genauso wie die Modernisierung des Fuhrparks oder die erfolgte Verlängerung der U3 nach Simmering.

Direkt im Wagen: plus 25 Prozent

Es wurde außerdem betont, dass es mit der Euro-Anpassung zu Abrundungen gekommen sei, die sich bis zum in Kraft Treten der Neuregelung auf 1,5 Millionen Euro summieren werden. So war der Preis für den Einzelfahrschein im Vorverkauf von 1,38 auf 1,30 Euro reduziert worden. Rieder gab die Preissteigerung auch ausgehend vom höheren Wert, der 1999 festgesetzt worden war, an. Die Preiserhöhung würde demnach nur 8,7 Prozent betragen.

25 Prozent teurer werden Fahrscheine, die direkt im Wagen gekauft werden. Diese werden künftig zwei Euro bzw. einen Euro kosten. Bisher lag der volle Preis bei 1,60 Euro, Halbpreis-Fahrscheine kosteten 80 Cent. Am geringsten fällt das Plus für Jahreskartenbesitzer aus. Sie müssen bei Ratenzahlung um 8,3 Prozent mehr bezahlen, bei Ratenzahlung um 8,2 Prozent mehr. Seniorennetzkarten werden um 8 Prozent (Barzahlung) bzw. 8,6 Prozent (Abbucher) teurer. (APA)

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