"The Times" weitet kostenpflichtige Web-Angebote aus

18. März 2002, 14:58
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User werden für Bereiche "Recht" und "World Cup" zur Kasse gebeten

Die britische Tageszeitung "The Times" kassiert künftig für weitere ihrer Content-Angebote im Internet, berichtet der "Media Guardian". Davon betroffen sind zunächst die Bereiche "Recht" und "World-Cup". Das Online-Archiv und der Kreuzworträtselbereich sind bereits kostenpflichtig. "Times Online" reiht sich damit unter jene Medien ein, die für ihren Web-Content schrittweise Geld von den Usern verlangen.

"Die Gratisfahrt ist vorbei"

"Mit der Gratisfahrt ist es aus, und die Tage der Gratisinhalte sind vorbei", zitiert der "Media Guardian" den General Manager vom Times Newspapers, Paul Hayes. Man sei der erste britische Verlag, der den Wert von Online-Content erkannt habe. "Das Internet bietet überzeugende wirtschaftliche Möglichkeiten, und wir haben vor, sie auszunutzen", so Hayes. Man sei unbeeindruckt von Business-Modellen, die für Investitionen keine Ergräge bringen: "Für Inhalte Geld zu verlangen, ist keine neue Idee – Zeitungsverleger haben das seit 200 Jahren gemacht."

Die zehn verschiedenen Content-Channels von "Times Online", die von der täglichen Printausgabe übernommen werden, sollen für britische User vorläufig kostenlos bleiben. Die Website war im vergangenen Jahr im Rahmen der Zusammenlegung von zwei verschiedenen Zeitungs-Sites vollkommen überholt worden. Die "Financial Times" hatte erst vor kurzem bekannt gegeben, für Teile ihres Online-Angebots jährlich bis zu 100 Pfund (162 Euro) zu verlangen. (pte)

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