Arabische Liga will saudischen Friedensplan annehmen

18. März 2002, 14:30
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Ägyptischer Außenminister setzt sich trotz Hinderung Arafats an Teilnahme für Umsetzung ein

Kairo - Die arabischen Staaten wollen bei ihrem Gipfel in Beirut den saudiarabischen Nahost-Friedensplan selbst dann annehmen, wenn Israel Palästinenserpräsident Yasser Arafat an der Teilnahme hindert. Die Arabische Liga sei "bereit, auf dieser Basis zu arbeiten", sagte der ägyptische Außenminister Ahmed Maher am Montag nach einem Gespräch von Staatschef Hosni Mubarak mit dem jordanischen Ministerpräsidenten Ali Abu Ragheb in Kairo.

Der saudiarabische Kronprinz Abdullah hatte in seinem Plan Israel die Anerkennung durch die arabischen Staaten angeboten. Im Gegenzug forderte er einen vollständigen israelischen Abzug aus den Palästinensergebieten einschließlich Ostjerusalems.

Er hoffe allerdings, dass Arafat zu dem Gipfel Ende des Monats reisen könne, sagte Maher weiter. Israel hatte Anfang März die mehr als dreimonatige Blockade gegen Arafat in Ramallah im Westjordanland zwar aufgehoben und ihm Reisefreiheit in den Autonomiegebieten gewährt; unklar ist jedoch weiterhin, ob ihm die Reise nach Beirut am 27. und 28. März erlaubt wird.(APA)

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