Marin sieht in Anhebung des Pensionsalters "einmalige Chance"

18. März 2002, 14:17
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Angleichung des Frauenpensionsalters "behutsam und sanft" vorziehen mit "umfassendem Nachteilsausgleich"

Wien - Der Sozialwissenschafter Bernd Marin hat sich am Montag für eine Anhebung des Pensionsalters ausgesprochen. Der EU-Beschluss, eine Anhebung des faktischen Pensionsalters bis 2010 um fünf Jahre anzustreben, wäre eine einmalige Chance, das Pensionssystem zu sichern. Damit könnten 90 bis 95 Prozent aller Pensionsprobleme gelöst werden, meinte Marin in der "Mittags-ZiB".

Es gehe um eine "nationale Kraftanstrengung" und um ein "Jahrhundertwerk", sagte Marin. Jede Regierung wäre seiner Ansicht nach gut beraten, die Opposition hier einzubinden. Die Bevölkerung wäre mehr dazu bereit als so manche Politiker glauben, man könne aber auch "aufgelegte Elfmeter verschießen", sagte der Sozialforscher.

Die Angleichung des Pensionsalters der Frauen an jenes der Männer könnte "behutsam und sanft" vorgezogen werden, wenn man gleichzeitig einen "umfassenden Nachteilsausgleich" für die Frauen vornehme. Man müsste die Eigenpensionen der Frauen auf ein vergleichbares Niveau anheben, was eine Verdoppelung bedeuten würde. (APA)

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