Kündigungswelle bei Miramax-Films

26. März 2002, 14:51
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Mehrere finanzielle Rückschläge zwingen zur Trennung von 15% der MitarbeiterInnen

Los Angeles/New York - Trotz guter Chancen für drei seiner Filme bei der bevorstehenden Oscar-Vergabe hat das Hollywood-Studio Miramax seine Belegschaft um 15 Prozent gekürzt. Das Branchenblatt "Hollywood Reporter" berichtete am Montag, dass Miramax etliche führende Angestellte aus Produktion und Public Relations entlassen habe. Das Studio, eine Tochtergesellschaft der Walt Disney Corp., beschäftigte zuletzt 540 Mitarbeiter.

Zeitschrift "Talk" floppte und verschobene Dreharbeiten

Als Grund wurden mehrere finanzielle Rückschläge angeführt, unter anderem durch die Zeitschrift "Talk", an der Miramax neben der Hearst Corp. maßgeblich beteiligt war. "Talk" wurde im Februar nach Verlusten von 50 Millionen Dollar (56,8 Mill. Euro) eingestellt. Darüber hinaus musste die Premiere des für 100 Millionen Dollar gedrehten Filmes "Gangs of New York" unter der Regie von Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle um ein halbes Jahr verschoben werden.

Noch mehr Enttäuschungen

Die romantische Komödie "Kate & Leopold" mit Meg Ryan und Hugh Jackson spielte in Nordamerika nur 50 Millionen Dollar ein. Eine noch größere Enttäuschung für Miramax wurde der Film "Shipping News" mit Kevin Spacey, der bisher gerade elf Millionen Dollar in die Kassen brachte.

Oscarchancen

Beim Wettrennen um die begehrtesten Filmpreise der Welt allerdings hat Miramax den Angaben zufolge Aussichten auf insgesamt 15 Oscars für die Filme "In the Bedroom", "Amelie" und "Iris". Die Verleihung findet am Abend des 24. März (Ortszeit) in Los Angeles statt. (APA/dpa)

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