Andrang österreichischer Jungunternehmer gestiegen

18. März 2002, 13:00
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Wirtschaftskammer-Delegierter ortet Besucherrückgang - Österreichs Aussteller dennoch zufrieden

Aus Österreich sind in diesem Jahr zahlreiche junge Unternehmen auf die weltgrößte Computermesse CeBIT gekommen. Am Österreich-Stand der Wirtschaftskammer sind heuer 16 Aussteller vertreten. Für elf davon, so viele wie nie zuvor, ist es der erste Auftritt auf der CeBIT, sagte Franz Ernstbrunner von der Außenwirtschaft Österreich.

Gegen den Trend

Entgegen dem heurigen Trend auf der CeBIT - die Zahl der Aussteller ist erstmals in der Geschichte um 130 auf 7.962 gesunken - sei das Interesse österreichischer Jungunternehmer stark gestiegen. Die Wirtschaftskammer habe heuer sogar zwei Interessenten für den Gemeinschaftsstand auf Grund des Andrangs ablehnen müssen, so Ernstbrunner. Insgesamt ist aber auch die Zahl der österreichischen Aussteller von 75 auf 67 leicht gesunken.

Spürbarer Besucherschwund

Zurückgegangen ist nach Einschätzung des Wirtschaftskammer-Delegierten auch die Zahl der Besucher. Die Parkplätze seien im Gegensatz zu den Vorjahren heuer nur zu zwei Drittel ausgelastet, U-Bahnen seien bei weitem nicht so voll wie im Vorjahr. Der Messe fehlten die "Neuheiten", die Stimmung sei leicht "schaumgebremst", meint Ernstbrunner.

Gute Stimmung

Unter den österreichischen Ausstellern sei der Tenor dennoch positiv. "Die Meisten sprechen von einem guten Messeauftritt." Vor allem mit anderen Ausstellerfirmen würden heuer wertvolle Kontakte geknüpft, so der Delegierte.

Vertreten

Unter den österreichischenn Aussteller finden sich heuer wieder große heimische Unternehmen wie der Wiener Telekom-Ausstatter Kapsch und der Linzer Notebookhersteller Gericom. Vertreten sind dieses Jahr unter anderem auch auch die Wiener TopCall, internationaler Anbieter für Kommunikationslösungen, der Wiener Service-Rufnummern-Spezialist amts, der Handy-Entwickler Tel.Me und der Biometrie-Spezialist E-Key.

Auch in Shanghai

Am Österreich-Stand der Wirtschaftskammer finden sich neue Namen wie Alaris, ein Spezialist für Internetanwendungen, billbyclick, die ein Programm für Rechnungen im Internet entwickelt haben, und der EDV-Dienstleister Gentics, aber auch der bekannte Wiener Internet-TV-Anbieter webfreetv.com. Insgesamt sind am Österreich-Stand 16 Firmen auf einer Fläche von 220 Quadratmetern vertreten. Die Wirtschaftskammer plant einen Gemeinschaftsstand auch auf der CeBIT in Shanghai von 2. bis 5. September. (APA)

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