Alpine Mayreder mit vollen Auftragsbüchern

18. März 2002, 12:45
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Drittgrößter heimischer Baukonzern zog mehrere Großprojekte an Land

Salzburg - Mehrere Großaufträge konnte Österreichs drittgrößter Baukonzern, die Alpine Mayreder BauGmbH, an Land ziehen. Beim Bau des Münchner Großstadions wird Alpine Mayreder Generalunternehmer. Der Bau einer Autobahn in China, die U-Bahn in Athen sowie ein Wasserkraftwerk in der Türkei füllen die Auftragsbücher des Baukonzerns, zu dem auch die Universale Bau gehört.

Mit einem Bauvolumen von 290 Mill. Euro umfasst die "Allfinanz-Arena" in München 70.000 Sitzplätze und 10.000 Abstellplätze. Für den Bau dieses neuen Stadions in Bayerns Metropole wurde Alpine Mayreder als Generalunternehmer beauftragt, wie der Konzern heute, Montag, in einer Aussendung mitteilte. In China soll der Konzern einen 50 Kilometer langen Abschnitt einer Autobahn errichten. Das Gesamtbauvolumen beträgt dort 165 Mill. Euro. Auch die U-Bahn in Athen mit einem Volumen von 50 Mill. Euro sowie das Wasserkraftwerk in Ermenek in der Türkei (165 Mill. Euro) werden vom Konzern errichtet.

Neue Märkte

"Auf Grund der schwachen Baukonjunktur in Österreich müssen wir gezielt neue Märkte aufbauen. Wir verfolgen diese Strategie bereits seit einiger Zeit", so Konzern-Chef Dietmar Aluta. Bei einem Konzernumsatz von über 1,5 Mrd. Euro liegt der Auslandsanteil bei 30 Prozent. Da das Auftragsvolumen derzeit schon 1,9 Mrd. Euro beträgt, rechnet Aluta mit einem leichten Umsatzanstieg von rund fünf Prozent für das laufende Geschäftsjahr.

In der näheren Umgebung wickelt Alpine Mayreder einige bekannte Projekte ab. Das größte ist dabei der Eisenbahntunnel durch den St. Gotthard. Zwei Röhren mit insgesamt 64 Kilometer Länge werde in einer ARGE mit einem Gesamtvolumen von einer Mrd. Euro errichtet. Auch das neue Stadion in Salzburg sowie das Linzer Unfallkrankenhaus werden vom Konzern errichtet.

Alpine Mayreder beschäftigt rund 8.500 Mitarbeiter. Die Eingliederung der im vergangenen Jahr übernommenen Universale Bau in den Gesamtkonzern sei mittlerweile großteils erfolgt. Die Fusion des Kernbereichs in Wien stehe noch bevor, soll aber bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein, heißt es in der Aussendung. (APA)

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