Acht Tote bei Zusammenstoß von Lastwagen mit Bus bei Metz

19. März 2002, 14:16
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50 Verletzte

Metz - Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Lastwagen und einem niederländischen Reisebus auf der Autobahn A31 bei der ostfranzösischen Stadt Metz sind am Montag mindestens acht Menschen getötet worden. Etwa 50 der Reisenden, die aus einem Skiurlaub in Savoyen zurückkehrten, seien verletzt worden, sagte ein Sprecher der Präfektur, drei von ihnen schwer. Die Businsassen stammten zumeist aus Eindhoven, Amsterdam und Utrecht.

Der Unfall ereignete sich gegen 3.00 Uhr etwa fünf Kilometer südlich von Metz (Lothringen) auf gerader und trockener Strecke. Ein italienischer Lastwagen überfuhr den Mittelstreifen und prallte gegen das mit 61 Personen besetzten Fahrzeug.

Durch die heftige Kolligion wurde der Bus etwa fünf Meter weit geschleudert und stürzte am Straßenabhang auf die Seite. "Der Gewalt eines Lastwagens kann nichts widerstehen", sagte der Sprecher. Die beiden italienischen Fahrer des Lastwagens, der Plastik-Kassetten geladen hatte, waren sofort tot, ebenso wie sechs Insassen des Busses, darunter einer der Chauffeure.

Der Lastwagenfahrer habe vielleicht einen Schwächeanfall erlitten oder sei am Steuer eingeschlafen, sagte der Sprecher. "Es gibt sonst keine logische Erklärung. Die Strecke war gerade, die Fahrbahn trocken, die Unfallstelle gut beleuchtet und es gab kaum Verkehr", sagte er.

Die Verletzten, die Knochenbrüche, Prellungen und psychische Schocks erlitten haben, wurden mit Hubschraubern in umliegende Krankenhäuser transportiert. Etwa 30 leicht verletzte Businsassen wurden in einem Krankenhaus von Psychologen betreut. 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Opfer aus dem Wrack zu befreien. An der Unfallstelle wurde ein Notarzt-Zelt eingerichtet.

Die Autobahn war in Fahrtrichtung Nancy-Luxemburg vollständig gesperrt. Die Präfektur hat einen Notplan ausgerufen und einen Krisenstab gebildet. Eine Untersuchung wurde eingeleitet, um die Unfallursache zu klären. (APA)

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