Frauen im Bildungssystem benachteiligt

21. März 2002, 11:06
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Abbruchsstudie bestätigt Kritik der Grünen an Selektivitätsmechanismen an Unis

Wien - Die Wissenschaftssprecherin der Wiener Grünen, Claudia Sommer-Smolik, sieht ihre Kritik an der Studienlandschaft bestätigt. Eine am Donnerstag präsentierte Studie über die Ursachen und Bedingungen des Studienabbruchs belegt laut Sommer-Smolik klar, dass Frauen und Kinder, die nicht aus AkademikerInnenfamilien kommen, schwer benachteiligt werden.

Bis die Belastung zu groß wird

"Dass Berufstätige, die 20 Stunden arbeiten, zu einem wesentlich größeren Anteil ihr Studium abbrechen, zeigt, wie notwendig soziale Unterstützung ist und wie schädlich sich Studiengebühren auswirken. Die Studierenden gehen ja nicht arbeiten, weil sie so viel Spaß daran haben, nachts hinter der Theke zu stehen, sondern weil sie das Geld brauchen, um sich ihr Studium finanzieren zu können!", argumentiert Sommer-Smolik. Irgendwann werde die Belastung dann zu groß, und die Studierenden steigen aus, so die ehemalige ÖH-Vorsitzende.

Ressourcenumverteilung!

"Gehrer verschließt die Augen vor den Fakten, wenn sie behauptet, es gäbe genügend soziale Absicherung", wirft Sommer-Smolik der Wissenschaftsministerin mangelnde Einsicht vor und fordert Maßnahmen: "Die Kosten für ein adäquates Stipendiensystem und Maßnahmen zur Frauenförderung stehen in keinem Verhältnis zu der gigantischen Verschwendung von Ressourcen, ganz zu schweigen von den unerträglichen Auswirkungen auf die jungen Menschen, denen ihre Chancen geraubt werden."
(red)

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