USA schließen Militäreinsatz in Somalia nicht mehr aus

18. März 2002, 10:21
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Es gebe eindeutige Beweise für die Präsenz der Terrororganisation Osama bin Ladens

Nairobi - Die USA schließen nach Berichten des Radiosenders BBC vom Montag eine militärische Intervention in Somalia nicht mehr aus. In einem Interview erklärte US-Kommandeur Tommy Franks dem Sender während eines Besuchs in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, es gebe nun eindeutige Beweise für die Präsenz der Terrororganisation Osama bin Ladens, El Kaida, in dem Land am Horn von Afrika. Der Leiter des militärischen Zentralkommandos der USA und Kommandant des Einsatzes in Afghanistan sprach von "einer ernsten Angelegenheit".

"Wir wissen seit geraumer Zeit von Verbindungen von El Kaida in Somalia", sagte Franks. Details könne er jedoch nicht bekannt geben. "Wir sind besorgt über die Situation in Somalia. Wir werden die Möglichkeit der Aktion in solchen Ländern nicht von der Tagesordnung nehmen." Der US-Kommandant kündigte intensive Verhandlungen mit den an Somalia grenzenden Staaten Äthiopien, Dschibuti und Kenia an.

Vor der Küste Somalias haben die USA und ihre Verbündeten bereits seit längerem mehrere Kriegsschiffe stationiert. Seit Jänner sind in den dortigen Einsatz der US-geführten Aktion "Enduring Freedom" auch drei in Dschibuti stationierte Fregatten der Deutschen Marine eingebunden. Seit Freitag werden sie von bisher rund 100 Marinefliegern in der kenianischen Küstenstadt Mombasa unterstützt. Sie sollen mit drei Aufklärungsflugzeugen des Typs "Breguet Atlantic" zur Kontrolle der somalischen Küste beitragen.(APA/dpa)

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