Palästinenser boykottieren US-Vize Cheney

18. März 2002, 15:02
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Hochranginge Vertreter ziehen aus Ablehnung eines Treffens mit Arafat Konsequenzen

Ramallah - Die Palästinenserführung will US-Vizepräsident Dick Cheney bei dessen Besuch in der Region boykottieren. Aus Protest gegen Cheneys Weigerung, sich mit Palästinenserpräsident Yasser Arafat zu treffen, werde kein einziger Vertreter der Palästinenser mit dem Stellvertreter von US-Präsident George W. Bush zusammenkommen, sagte der palästinensische Informationsminister Yasser Abed Rabbo am Montag. Es sei "wirklich erstaunlich", dass ein amerikanischer Vize-Präsident zu Beratungen über den Friedensprozess in die Region komme und nur eine der beiden betroffenen Parteien treffen wolle.

Cheney zu Kurzbesuch eingetroffen

Unterdessen ist US-Vizepräsident Richard Cheney am Montag zum Abschluss einer elftägigen Nahostreise in Israel eingetroffen. Dies bestätigte eine Flughafensprecherin. Cheney wird im Rahmen seines Kurzbesuchs unter anderem mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon sowie mit Außenminister Shimon Peres zusammentreffen. Am Nachmittag besucht der Vize-Präsident auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. (APA)

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