Dividenden-Ausfall bei Saeco

17. März 2002, 19:24
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Italienische Espressomaschinen- Firma will Österreich-Geschäft noch weiter ausbauen

Mailand - "Die Österreicher sind die perfekten Kaffeekenner." Der Vorstandsvorsitzende und Großaktionär der marktführenden italienischen Espressomaschinenfirma Saeco, Sergio Zappella, lobte in einem Gespräch mit dem STANDARD die ausgeprägte Kaffeekultur in Wien und Umgebung. Im Gegensatz zu anderen deutschsprachigen Ländern müsse Saeco hier keinerlei Kampagnen zur Förderung der Kaffeekultur vornehmen. Österreich zähle zu den wichtigsten Absatzmärkten, der Marktanteil an Espressomaschinen liege weit über 50 Prozent und sei noch ausbaufähig, so Zappella.

Der Saeco-Chef zeigte sich für das laufende Jahr zuversichtlich. "Wir rechnen mit einem zweistelligen Umsatz-und Gewinnwachstum", so Zappella. Im Jahr 2001 lagen die Ergebnisse des auch bei Getränkeautomaten tätigen Unternehmens unter den Erwartungen.

Gewinnsturz

Ausschlaggebend für den Gewinnsturz von 83 Prozent auf 3,9 Mio. Euro waren die hohen Wertberichtigungen auf die Argentinientochter und auf die voll abgeschriebene Moulinex-Beteiligung. Die Saeco-Kurse hatten am Freitag an der Mailänder Börse - nach Bekanntgabe der Ergebnisse 2001 und der Mitteilung eines Dividendenausfalls - um zwölf Prozent auf 2,6 Euro nachgegeben. Andrea Palladini vom Wertpapierhandelshaus Centrosim verwies auf den weiterhin hohen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda), der mit 81 Mio. Euro (+ 0,2 Prozent) 22,8 Prozent des Umsatzes ausmache und weit über dem Branchenergebnis liege. "Der Nettogewinn wird den im Jahr 2000 erreichten Rekord von 23,4 Mio. Euro übertreffen" versicherte Zappella und bestätigt, dass das Östereich-Geschäft bestens läuft. 2001 hat Saeco den Gesamtumsatz um zehn Prozent auf 348 Mio. Euro erhöht. Davon entfiel gut ein Drittel auf deutschsprachige Länder. (Thesy Kness-Bastaroli, DER STANDARD, Printausgabe 18.3.2002)

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