Mutmaßlicher Millionenbetrüger in Salzburg festgenommen

17. März 2002, 16:59
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Ermittler: 56-Jähriger war in Österreich, Italien und Ungarn "aktiv"

Linz - Einen mutmaßlichen Millionenbetrüger haben Ermittler der Kriminalabteilung Oberösterreich am Wochenende festgenommen. Der 56-jährige Linzer soll durch Veruntreuungs-, Betrugs- und Wirtschaftsdelikte einen Schaden von rund sieben Millionen Euro angerichtet haben. Der Mann war bereits seit 1993 auf der Flucht. Nach Angaben der Ermittler soll er in diesem Zeitraum weiterhin "aktiv" gewesen sein, und zwar in ganz Österreich, aber auch in Italien und Ungarn.

Der 56-Jährige ging immer nach demselben Muster vor: Er gründete verschiedene Firmen, trat dann als Inhaber oder Geschäftsführer auf und tätigte Bestellungen. Die Ware verkaufte er dann weiter. Der Haken an der Sache: Er bezahlte diese Ware nie.

Bereits seit Jahren wurde gegen den Mann ermittelt, den Einvernahmen und Verfahren entzog er sich aber immer wieder durch ständige Wohnsitzwechsel. In diesem Zeitraum dürfte er weiterhin als "Handelsvertreter" aktiv gewesen sein, so ein Kriminalbeamter. 1999 schließlich wurde vom Landesgericht Wels ein internationaler Haftbefehl erlassen.

Bei einem neuerlichen Wohnungswechsel flog der mutmaßliche Betrüger jetzt auf: Die Ermittler kamen ihm durch intensive Befragung seiner Familie auf die Spur. In Salzburg klickten schließlich die Handschellen für den Mann. Am Sonntag wurde der Festgenommene vom Untersuchungsrichter am Landesgericht Wels einvernommen. (APA)

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