St. Patrick's Day: Rekordzahl an TeilnehmerInnen

17. März 2002, 23:02
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Eine halbe Million Menschen feierten in Dublin, Hunderttausende in New York - Schweigeminute am ehemaligen WTC

Dublin/London/New York - Rund eine halbe Million Menschen haben am Sonntag in Dublin den St. Patrick's Day gefeiert. Hunderttausende säumten beim berühmten Festumzug die Straßen, als Blaskapellen, Oldtimerautos und Straßentheater durch das Zentrum der irischen Hauptstadt zogen. Trotz nasskalten Wetters verzeichnete die Parade zum irischen Nationalfeiertag die größte Teilnehmerzahl aller Zeiten, nachdem sie im vergangenen Jahr wegen der Maul-und-Klauenseuche ausgefallen war. Der Umzug war der Höhepunkt viertägiger Festlichkeiten, zu denen bis zu 1,3 Millionen Besucher erwartet werden.

Auch in Cork, Galway, Limerick und Navan gab es Umzüge. In London fand erstmals ein offizieller St. Patrick's Day-Umzug statt. Polizeikapellen, Schulen, Tänzer und Bands zogen von der Westminister Cathedral zum Trafalgar Square. Im nordirischen Belfast zogen vier Paraden vom Norden, Süden, Osten und Westen in die Stadtmitte zur City Hall.

Schweigeminute bei WTC

Im Zeichen der Trauer um die Opfer des 11. Septembers haben hunderttausende New Yorker die Parade zum irischen St. Patrick's Day verfolgt. Zu Dudelsackklängen marschierten die Teilnehmer der Parade am Samstag die Fifth Avenue entlang und legten in der Nähe des zerstörten World Trade Centers eine Schweigeminute ein.

"Viele von denen, die am 11. September Angehörige verloren haben, würden sonst mit uns marschieren. Wir wissen, dass sie in Gedanken mit uns laufen", sagte die irische Staatspräsidentin Mary McAleese, die erstmals an der New Yorker Parade teilnahm.

Weitere prominente Teilnehmer des New Yorker Umzuges waren neben Bürgermeister Mike Bloomberg dessen Vorgänger Rudolph Giuliani und Senatorin Hillary Clinton. In Chicago setzte sich US-Präsident George W. Bush gemeinsam mit Polizisten an die Spitze des Zuges. (APA)

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