Haider greift ORF wegen "Sonder-Privilegien" an

17. März 2002, 15:56
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Küniglberg weist Kritik zurück

Die Kritik des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider (F) an angeblichen "Sonder-Privilegien" wurde vom ORF am Sonntag umgehend zurückgewiesen. Die von Haider genannten Monatsgehälter von 600.000 Euro entsprechen nicht den Tatsachen.

Wörtlich heißt es seitens des ORF: "Der ORF agiert keineswegs in einem 'geschützten Bereich' und verfügt längst nicht mehr über eine Monopolstellung in Österreich. Im Fernsehen steht der ORF in jenen 82,5 Prozent der österreichischen Haushalte, die über Kabel und/oder Satellit verfügen, in voller Konkurrenz mit durchschnittlich 37 vorwiegend deutschsprachigen Programmen. Diese Konkurrenzsituation wird durch bundesweites terrestrisches Privatfernsehen und Ballungsraum-TV zusätzlich verschärft werden und eine weitere Herausforderung für das Management und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ORF darstellen. Die ORF-Radios sind ebenfalls in voller Konkurrenz mit mittlerweile insgesamt 58 heimischen Kommerzradios."

Zum Vorwurf von "Sonderprivilegien" hält der ORF fest, "dass Fragen der vertraglichen Regelungen mit dem Management im Sinne des ORF-Gesetzes ausschließlich Sache des Stiftungsrats unter dem Vorsitz des durch das Land Kärnten entsandten Stiftungsrats Generaldirektor Dr. Klaus Pekarek sind. Der guten Ordnung halber sei angemerkt, dass die in der Aussendung von Landeshauptmann Dr. Jörg Haider genannten Monatsgehälter in der Höhe von 600.000 Euro nicht den Tatsachen entsprechen."

Der ORF habe in den vergangenen Jahren "einen konsequenten Sparkurs verfolgt, der angesichts der sich verschärfenden Wettbewerbssituation weiterhin eingehalten wird". (APA)

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