Vatikan fordert wirksame Maßnahmen gegen Sex-Tourismus

17. März 2002, 13:30
posten

"Symbiose zwischen Pädophilie und organisiertem Verbrechen"

Berlin - Der Vatikan hat wirksame Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Pädophilie und den wachsenden Sex-Tourismus gefordert. Eine Millionen Kinder würde jährlich durch Sex und Pornografie ausgebeutet und sogar als Sklaven verkauft, betonte der Vatikanvertreter bei der Welttourismus-Organisation (WTO), Msgr. Piero Monni, am Wochenende in Berlin, wie Kathpress am Sonntag berichtete.

Es gebe eine "Symbiose zwischen Pädophilie und organisiertem Verbrechen". Dieses habe die Kontrolle über den Markt übernommen und beute die Familien und die Unschuld der Kinder aus. Diese kriminellen Organisationen hätten ein Netz von illegalen Geschäften unterschiedlichster Art aufgebaut, von Schwarzgeld bis Geldwäsche, so der Vatikan-Vertreter.

Es gehe nicht in erste Linie darum, die Schuldigen zu dämonisieren, sondern wirksame Vorkehrungen gegen diese Form der Pädophilie zu treffen und die ursprünglichen Werte der Zivilisation zu stärken. Ausdrücklich begrüßte Monni dabei den 1999 von der WTO erlassenen Ethik-Codex für Tourismus, in dem der Sex-Tourismus - insbesondere der Sex mit Kindern - geächtet wird. (APA)

Share if you care.