Waffenruhe könnte bevorstehen

16. März 2002, 21:20
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Peres: Keine Vorstöße mehr in autonome Palästinensergebiete

Jerusalem/Tel Aviv - Im Nahen Osten steht offenbar eine offiziell erklärte Waffenruhe unmittelbar bevor. Wie israelische Medien am Samstagabend berichteten, sollen sich Vertreter Israels, der Palästinenser und der USA am Sonntag treffen, um eine Waffenruhe auszurufen. Die Nachricht wurde nach einer Begegnung des US-Nahostbeauftragten Anthony Zinni mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon am Samstagabend bekannt.

Der israelische Außenminister Shimon Peres kündigte unterdessen einen Stopp von Vorstößen der israelischen Armee in autonome Palästinensergebiete an. Es werde dort keine Bombardierungen oder Zerstörungen palästinensischer Häuser mehr geben, sagte Peres am Samstag vor Journalisten in Tel Aviv. In Gebiete, die unter vollständiger Selbstverwaltung der Palästinenser stünden, werde die Armee nicht mehr vorrücken. Er hoffe, dass die Entscheidung einen Erfolg der aktuellen Mission des US-Nahostgesandten Zinni ermögliche, fügte der Friedensnobelpreisträger hinzu. Die Regierung nehme Zinnis Bemühungen "sehr ernst".

In Hebron im Westjordanland lieferten sich derweil Palästinenser und israelische Soldaten Feuergefechte. Nach Angaben palästinensischer Sicherheitskräfte kam es in drei Gebieten der Stadt zu Schießereien. Der israelische Rundfunk berichtete, Palästinenser hätten zuvor das Feuer auf umliegende jüdische Siedlungen sowie Armeeposten eröffnet. (APA/dpa)

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