EU will bis 2010 Vollbeschäftigung erreichen

16. März 2002, 17:00
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Mehr Einrichtungen zur Kinderbetreuung - Besserer Zugang zum Arbeitsmarkt

Barcelona - Bei der Erreichung der Vollbeschäftigung in Europa bis 2010 halten es die EU-Staats -und Regierungschefs für notwendig, Frauen verstärkt in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Auf dem EU-Wirtschaftsgipfel in Barcelona erklärten die EU-Regierungen, dass man hierbei allerdings arbeitstätige Frauen bei der Betreuung der Kinder und der Familien besser als bisher unterstützen müsse. Deshalb strebe die EU an, bis 2010 für mindestens 90 Prozent der Kinder zwischen drei Jahren und dem Schulpflichtalter und für mindestens 33 Prozent der Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen.

Für die Erreichung der Vollbeschäftigung müsse man allerdings vor allem die Hindernisse abbauen, welche Arbeitnehmern bei der Jobsuche in anderen EU-Ländern den Zugang zum Arbeitsmarkt immer noch verbauen. Hierfür wollen die EU-Länder hauptsächlich auch die europaweite Anerkennung beruflicher Qualifikationen durchsetzten sowie eine Europäische Krankenversicherungskarte einführen.

Des weiteren haben sich die EU-Regierungen dazu verständigt, die Steuerbelastung der Niedriglohnempfänger deutlich zu verringern sowie das durchschnittliche Pensionsalter von derzeit 58 Jahren um fünf Jahre anzuheben. Um der Überalterung der europäischen Bevölkerung entgegenzusteuern, haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs dazu entschlossen, die Reform der Pensionssysteme zu beschleunigen, damit sichergestellt werden kann, dass sie zugleich finanziell tragfähig sind und ihre sozialen Ziele erfüllen können. (APA)

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