Afghanischer Ex-König will ISAF-Mandats ausweiten

16. März 2002, 10:18
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Schutztruppe habe Unterstützung des Volkes

Islamabad - Der frühere afghanische König, Mohammed Zahir Schah, hat sich vor seiner Rückkehr nach Afghanistan für die Ausweitung des ISAF-Mandats über die Hauptstadt Kabul hinaus ausgesprochen. Normalerweise würde er die Präsenz ausländischer Truppen auf afghanischem Boden nicht befürworten, doch die internationale Schutztruppe ISAF habe die Unterstützung des Volkes, sagte der Ex-Monarch am Samstag dem Fernsehsender CNN. "Wo immer die Soldaten hinkamen, wurden sie mit Jubel empfangen." Es sei wichtig, dass die ISAF auch außerhalb Kabuls stationiert werde und andere Städte sichere.

Der seit seinem Sturz 1973 in Italien lebende Ex-Monarch will vor dem 21. März in seine Heimat zurückkehren. An diesem Tag beginnt nach afghanischer Zeitrechnung das neue Jahr. Der genaue Termin der Rückkehr wird aus Sicherheitsgründen weiterhin geheim gehalten. Bisher sorgen etwa 4500 internationale Truppen in und um Kabul für Sicherheit. Auch Interimsregierungschef Hamid Karsai sprach sich bereits für eine Ausweitung der ISAF-Präsenz auf andere Provinzen aus.(APA)

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