US-Sondergesandter Zinni nach Treffen mit Arafat "zufrieden"

15. März 2002, 20:45
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Ramallah - Der amerikanische Nahostbeauftragte Anthony Zinni hat sich nach einem Treffen mit Palästinenserpräsident Yasser Arafat am Freitagabend in Ramallah sehr ermutigt über seine bisherige Gespräche geäußert. Sie seien "äußerst positiv" gewesen, sagte Zinni nach dem 90-minütigen Gespräch mit Arafat in Ramallah im Westjordanland. "Alle engagieren sich, um einen Ausweg aus der Situation zu finden", sagte Zinni vor Journalisten. Arafat dankte Zinni für seine Bemühungen und bekräftigte sein "volles Engagement im Respekt des Friedensprozesses".

Die USA begrüßten unterdessen den Abzug israelischer Truppen aus mehreren autonomen Palästinenserstädten. US-Außenamtssprecher Richard Boucher sprach in Washington von einem "positiven Schritt". US-Präsident George W. Bush zeigte sich in Frot Bragg "sehr erfreut". Er äußerte sich zuversichtlich, dass die laufende Vermittlungsmission Zinnis zu einem Waffenstillstand führen werde.

Zinni hatte nach seinem Eintreffen in der Nahostregion am Donnerstagabend zuerst mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon gesprochen. Am Freitag traf er Außenminister Shimon Peres und Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser. Vordringlich will sich Zinni um eine Waffenruhe zwischen beiden Seiten bemühen. Am Samstag will er mit hohen palästinensischen Repräsentanten zusammentreffen. (APA/dpa)

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