PR für die Kunst im Döblinger Salon

15. März 2002, 19:46
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Kunstsalon und Kunstpreis neu

Wien - Neue Wege der Unternehmenskultur zu beschreiten, dieses hehre und nicht selten geforderte Ziel hat sich die PR- und Lobbying-Agentur "ecker & partner" gesetzt. Für die Kunst soll in der Wirtschaft Lobbying betrieben werden, und zwar in Form des "Wiener Kunstsalons", der gestern Freitag seine Pforten öffnete. "Das Elementare der Kunst verlangt den Diskurs", so der Programmfolder.

In großzügigen Räumen richten sich - vor allem für Agentur-Kunden - bis September Papierarbeiten internationaler Künstler der (abstrakten) Moderne ein, etwa von Fontana, Judd, Beuys, Tuttle, Höch, Schwitters oder Weiner. Die Exponate dieser durchaus hochwertigen Schau stammen ausschließlich von österreichischen Privatsammlern. "Eine Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, im Telegrammstil", nennt es Oswald Oberhuber, einer der beiden künstlerischen Leiter dieses Salons, in dem "klassisch" sogar ein Flügel steht. Alexandra Suess, ehemalige Kuratorin von Ausstellungen der Angewandten, ist die zweite Salonperson, die auch Kunstconsulting machen will.

Für den Herbst ist eine Malereiausstellung geplant im für Firmen mietbaren und nach telefonischer Vereinbarung (Tel. 01/599 32 45, c.kraif@eup.at) besuchbaren, in der Döblinger Chimanistraße situierten Salon - dann soll eine Realismus-Schau folgen. Außerdem konzipieren Oberhuber und Suess mit einer noch nicht benannten Institution eine Ausstellung über Kunst-Erfindungen.

Im Herbst 2002 wird erstmals der von der Agentur "ecker & partner" gestiftete jährliche Raoul-Hausmann-Preis vergeben. Die mit 11.000 Euro dotierte Auszeichnung "für herausragende künstlerische Leistungen aus den Bereichen bildende Kunst, Literatur, Multimedia, Fotografie und Werbung" geht an eine Person, welche eine fünfköpfige Expertenjury nominiert. (dok - DER STANDARD, Print, Sa./So., 16.03.2002)

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