Eva Glawischnig

15. März 2002, 19:25
posten

Kein Problem mit harter Konfrontation

"Ich habe kein Problem, Widerstand zu leisten, suche die Kooperation, wo möglich, und die Konfrontation, wo notwendig." Prägnant und für ihr geringes politisches Alter durchaus abgeklärt umreißt die 1969 in Villach geborene Eva Glawischnig ihre Arbeitsauffassung. Nach dem Jus-Studium in Graz (Dissertation über das Problem grenznaher Atomkraftwerke) startete Glawischnig ihre Laufbahn als Spezialistin für Umweltrecht bei Global 2000 und baute auch gleich eine Grazer Landesgruppe der Umweltorganisation auf. Seit 1996 für die Grünen in der Wiener Kommunalpolitik tätig, zog Glawischnig 1999 knapp 30-jährig in den Nationalrat ein.

Aufgefallen war die Kärntnerin den Grünen zum ersten Mal 1993 bei einer Demonstration gegen die Enns-Trasse, als sie, so die Erinnerung eines Grün-Veteranen, den mit gezückten Schlagstöcken anrückenden Gendarmen das gerade erst beschlossene Sicherheitspolizeigesetz unter die Nase hielt. Konsequent und pragmatisch gestaltete Glawischnig auch ihren Umstieg in die Bundespolitik, der ihr in knapp zwei Jahren gelang. Glawischnig ist Umwelt-und Kultursprecherin. (DER STANDARD, Print- Ausgabe, 16./17.3.2002)

Share if you care.