Explosion bei US-Botschaft im Jemen

15. März 2002, 21:32
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Zufahrtsstraßen blockiert - keine Verletzten - Arbeitsloser festgenommen

Sanaa - Auf die amerikanische Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa ist am Freitagabend ein Granatanschlag verübt worden. Nach Polizeiangaben wurde eine Gebäudewand getroffen, doch wurde niemand verletzt. Ein 25-jähriger Arbeitsloser wurde den Angaben zufolge umgehend festgenommen, noch bevor er einen weiteren Sprengsatz auf die Botschaft schleudern konnte. Sicherheitsbeamte feuerten auf Samir Jahdja Awadh, der dabei vermutlich verletzt wurde. Ein Botschaftssprecher bezeichnete die benutzten Granaten als sehr geräuschvoll, aber nicht sehr gefährlich.

Der mutmaßliche Attentäter soll keiner politischen Organisation angehören. Nach einer Erklärung des jemenitischen Innenministeriums hat seine Familie ihn als psychisch verwirrt bezeichnet. Polizisten und Soldaten sperrten die Straßen um das Botschaftsgebäude ab und durchsuchten Fahrzeuge in der Umgebung. Augenzeugen berichteten, sie hätten ein Auto beobachtet, das mit hoher Geschwindigkeit vom Ort der Detonation weggefahren sei.

Am Donnerstag hatte sich US-Vizepräsident Dick Cheney etwa zwei Stunden lang am Flughafen von Sanaa aufgehalten, um mit dem jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh über die Bekämpfung des weltweiten Terrorismus zu beraten.

Die USA sorgen sich sehr um die Sicherheit ihrer Einrichtungen in Jemen. Im Oktober 2000 hatte ein mit Sprengstoff beladenes Boot im Hafen von Aden absichtlich den US-Zerstörer "Cole" gerammt. Der Anschlag, bei dem 17 amerikanische Seeleute ums Leben kamen, geht nach Einschätzung der USA auf das Konto des El-Kaida-Netzwerks von Osama bin Laden. (APA/AP)

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