Frankreich: Hohe Geldstrafen für Tabakunternehmen

15. März 2002, 21:59
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Gesundheitshinweise waren abgeschwächt worden

Paris - Internationale Tabakunternehmen sind in Frankreich zu teilweise hohen Geldstrafen verurteilt worden, weil sie die Warnungen vor dem Rauchen abgeschwächt hatten. In Rennes wurde am Freitag der niederländische Tabakkonzern Rothmans zur Zahlung von 500.000 Euro an den Nationalen Ausschuss gegen Tabaksucht verurteilt.

Auf Schachteln der Marke "Winfield" hatte der Konzern vor die Gesundheitshinweise "Fügt der Gesundheit schweren Schaden zu" und "Rauchen führt zu Krebs" die Anmerkung "Dem Gesetz zufolge" gestellt. Drei führende Konzernmanager wurden in dem Berufungsverfahren außerdem zu je 45.000 Euro Bußgeld verurteilt.

Drei leitende Mitarbeiter von Philip Morris in Deutschland und den Niederlanden erhielten vom Pariser Strafgericht Strafgelder zwischen 45.000 und 75.000 Euro auferlegt. Auf Schachteln von Philip Morris hatte ebenfalls dieser Zusatz gestanden, womit nach Auffassung des nationalen Anti-Tabak-Ausschusses Rauchern eingeredet werden sollte, dass die Gefahren allein nach Einschätzung der Gesetzgeber bestünden. (APA/dpa)

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