Ancelotti vor dem Rausschmiss

15. März 2002, 17:52
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Nach der Pleite gegen Tel Aviv und schwachen Darbietungen in der Meisterschaft wird eifrig um die Zukunft des Milan-Coaches spekuliert. Ganz sicher weg: Präsident Berlusconi

Mailand - Beim AC Milan hängt der Haussegen nach der 0:1-Niederlage gegen Hapoel Tel Aviv im Viertelfinal-Hinspiel am Donnerstag schief. Milan bereitet sich laut italienischen Medien auf den Abschied von Trainer Carlo Ancelotti vor, der den Klub erst seit Anfang November führt. Denn Milan muss auch um einen Platz unter den ersten Vier der Meisterschaft bangen, der das Startrecht in der Champions League sichern würde. Nach der Niederlage gegen Bologna (0:2) am Sonntag rangiert man nur auf Rang sechs der Tabelle.

Präsident begeistert sich für Chievo-Coach

In den vergangenen Tagen war zu Spannungen zwischen Ancelotti und seinen Spielern gekommen. Der Trainer warf den Stars vor, mehr an ihre "goldenen Verträge" als an gute Leistungen zu denken. Noch-Chef Silvio Berlusconi begeistere sich für Luigi del Neri, den Trainer des Sensations-Aufsteigers Chievo Verona, war in den Gazetten zu lesen. Sollte die Talfahrt Milans nicht gestoppt werden, wolle Berlusconi Del Neri mit einem verlockenden Vertrag zum Wechsel überreden.

Folgt Berlusconi Berlusconi?

Einen neuen Präsidenten bekommt Milan nach dem vom italienischen Parlament erzwungenen Rückzug von Silvio Berlusconi auf jeden Fall. Wer das Amt übernehmen wird, steht allerdings noch nicht fest. Als aussichtsreichster Nachfolger gilt Berlusconis 32-jähriger Sohn , Piersilvio, der bereits auf den Spuren seines berühmten Vaters wandelt und eine Führungsposition im TV-Geschäft übernommen hat. Als Alternative käme die "Nummer zwei" des Klubs, Adriano Galliani, in Frage. (APA)

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