US-Soldaten jagen flüchtige El-Kaida-Kämpfer

15. März 2002, 15:12
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Schutztruppe bereitet Rückkehr des afghanischen Ex-Königs vor

Bagram - Nach Abschluss ihrer Großoffensive im Osten Afghanistans suchen amerikanische Truppen immer noch nach versprengten Gruppen von El-Kaida-Kämpfern. Sie werden dabei von kanadischen Soldaten unterstützt. Wie ein Sprecher der US-Streitkräfte mitteilte, suchten die Soldaten am Freitag in den Bergen vier mutmaßliche El-Kaida-Kämpfer, die nach einem Feuergefecht am Vortag entkommen waren.

Bei einem weiteren Gefecht in den Höhlen des Schah-i-Kot-Tals töteten Truppen der Antiterror-Koalition den Angaben zufolge drei gegnerische Kämpfer. Die Soldaten durchkämmen außerdem die zahlreichen Höhlen nach Hinweisen die den Verbleib führender El-Kaida- und Taliban-Mitglieder. Ferner soll mit Hilfe von DNS-Tests festgestellt werden, ob sich unter den Hunderten Toten gesuchte Führungsmitglieder befinden.

Zahir Shah kehrt zurück

Die internationale Schutztruppe (ISAF) bereitet sich unterdessen umfassend auf die Rückkehr des afghanischen Ex-Königs Zahir aus dem römischen Exil vor. Die Villa, in die der 87-Jährige einziehen soll, werde einer genauen Sicherheitsprüfung unterzogen, erläuterte ein britischer ISAF-Sprecher, Oberstleutnant Neal Peckham, am Freitag. So machten Experten Vorschläge für bauliche Maßnahmen, um mögliche Anschläge zu erschweren. Peckham sagte, die italienischen Behörden seien für Zahirs Sicherheit verantwortlich, "bis er in Kabul aus dem Flugzeug steigt". Von da an würden die afghanischen Behörden den Schutz des Exkönigs übernehmen.

Deutsche und französische Sanitätseinheiten würden einen Ambulanz- und medizinischen Dienst für den greisen Ex-Monarchen zur Verfügung stellen, der nach Angaben von Ministerpräsident Hamid Karsai am 23. März nach 29-jährigen römischen Exil in Kabul erwartet wird. Zahir soll den Vorsitz über die große Stammesversammlung, die Loya Jirga, übernehmen, die eine zweite Übergangsregierung bestimmen soll, die bis zu Wahlen nach eineinhalb Jahren das Land regieren soll. (APA/AP)

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