Unmut im ORF ON-Team über Online-Direktor Schwärzler

15. März 2002, 15:06
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Betriebsrat ortet "Unkenntnis über das ihm anvertraute Produkt"

In einem offenen Brief an den Zentralbetriebsrat des ORF haben die Personalvertreter von ORF ON und Teletext scharfe Kritik an Aussagen des neuen Online-Direktors Ronald Schwärzler geübt. Diese hätten unter den Online-Redakteuren und -Mitarbeitern "Fassungslosigkeit ausgelöst", heißt es in dem Schreiben: Schwärzler offenbare "Unkenntnis über das ihm anvertraute Produkt".

Empörung bei Mitarbeitern

SMS-Services, wie sie Schwärzler als mögliche neue Produkte nannte, gebe es bereits "seit geraumer Zeit", heißt es. Dass das Internet "derzeit noch als nachgelagertes Medium" angesehen werde, wie Schwärzler sagte, weisen die ORF ON-Mitarbeiter empört zurück: Der ORF habe als einziges Online-Medium Österreichs (unter anderem dank des Nacht-Engagements der Teletext-Redakteure) eine 24-Stunden-Online-Redaktion, die äußerst schnell arbeite.

"Klarstellung" wird gefordert

"Schnelligkeit und Qualität" der Arbeit der ORF ON-Redakteure seien "ohne ersichtlichen Grund öffentlich kritisiert und denunziert" worden, heißt es weiter. "Das sind noch nie gehörte Worte aus dem Mund eines ORF-Geschäftsführers gegen die eigenen Leute und damit gegen das Unternehmen." Abschließend wird in dem Schreiben eine "Klarstellung" gefordert und der Zentralbetriebsrat um Unterstützung gebeten. (APA)

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