Falscher Bombenalarm am Wiener Ballhausplatz

15. März 2002, 22:23
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Entschärfungsdienst untersuchte verdächtiges Auto - Kein Sprengstoff - Klestil-Löffler ungehalten über Polizeisperre

Wien - Das Auto werde gleich "mediengerecht" in die Luft gehen, drohte Freitagmittag ein Mann vor der Präsidentschaftskanzlei. Sein Wagen, ein roter Volvo, war auf dem Ballhausplatz geparkt. Der Bombendroher machte einen verwirrten Eindruck, er wurde von der Polizei abgeführt. Eine beim Portier der Kaiserappartements in der Hofburg eingegangene zweite Bombendrohung stellte sich "als ein Missverständnis" heraus, wie es seitens der Einsatzleitung hieß. Das Gelände rund um Hofburg und Kanzleramt wurde geräumt und abgesperrt.

Mehrere kleine Detonationen waren während der Arbeit des Entschärfungsdienstes zu hören. Zuerst inspizierte ein Roboter den Volvo und schoss mit einem Hochdruckwasserstrahl dessen Heckscheibe ein. Danach untersuchte ein Polizist im Schutzanzug das Fahrzeug. Schließlich wurde ein Feuerlöscher aus dem Wagen genommen und gesprengt. Kurz nach halb vier kam die Entwarnung: "Keine Bombe."

Explodiert war zuvor Margot Klestil-Löffler. Sie wollte trotz Polizeisperre Richtung Hofburg gehen, wurde von Beamten gestoppt. Klestil-Löffler beschwerte sich sogleich, "in welchem Ton mit mir gesprochen wird". Der Beamte hatte sie gewarnt - und nicht erkannt. (aw/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16./17.3.2002)

ANSICHTSSACHE

Bombenalarm in Wien

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