EMI streicht Stellen

15. März 2002, 12:48
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Britscher Musik- und Unterhaltugnskonzern strukturiert um - Zehn Prozent der Belegschaft müssen gehen

London - Beim britischen Musik- und Unterhaltungskonzern EMI steht nach Presseberichten vom Freitag eine umfassende Umstrukturierung mit dem Abbau von etwa 1.000 Stellen bevor. Mit der mehr als zehnprozentigen Reduzierung der gegenwärtig 9.000 Stellen werden nach einem Bericht der "Financial Times" (Freitagausgabe) bis zum Jahr 2005 Einsparungen von bis zu 100 Millionen Pfund (160 Mill. Euro) angestrebt.

Aktie steigt

Das weitreichende Reformprogramm soll demnach am nächsten Mittwoch von Firmenchef Alain Levy angekündigt werden. Er habe sich in den letzten sechs Monaten darauf konzentriert, dem angeschlagenen Konzern durch Einsparungen wieder auf die Beine zu helfen. In der Londoner City wurden die Berichte am Freitag positiv aufgenommen. Die EMI-Aktie stieg um nahezu vier Prozent auf 359 Pence an.

Teurer Flop

Die Firma, bei der unter anderem das britische Pop-Idol Robbie Williams unter Vertrag steht, hatte in den vergangenen sechs Monaten zwei Gewinnwarnungen herausgegeben. Die Trennung von US-Popsängerin Mariah Carey nach dem katastrophalen Flop ihres Albums "Glitter" kostete EMI im Jänner dieses Jahres 20 Mill. Pfund. (APA/dpa)

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