Mehr Nahrung gegen ausbleibende Monatsblutung

16. März 2002, 11:00
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Studie mit Affen soll auch bei Sportlerinnen das gewünschte Ergebnis bringen

Pittsburgh - Sportlerinnen, bei denen die Monatsblutung ausbleibt, können ihre so genannte Amenorrhöe möglicherweise mit geringfügig erhöhter Nahrungsaufnahme überwinden. Darauf weist eine US-Studie hin, die den Zusammenhang im Tierversuch bestätigte.

Wissenschafter der Penn State University und der University of Pittsburgh beobachteten Weibchen der Langschwanzmakaken, deren Monatszyklus mit dem von Frauen vergleichbar ist. Mit regelmäßigem Laufradtraining blieb bei den Affenweibchen ähnlich wie teils bei Sportlerinnen die Monatsblutung aus, obwohl das Gewicht etwa konstant blieb. Mit höherer Nahrungsaufnahme setzte die Blutung jedoch wieder ein.

Trotz relativen stabilen Gewichts sei der Menstruationsstopp bei Athletinnen mit dem bei untergewichtigen Frauen vergleichbar, erklärte Nancy Williams von der Penn State University. Bei Untergewicht wird regelmäßig die Hormonproduktion von beispielsweise Östrogen eingeschränkt und der Zyklus unterbrochen. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum hinweg, kann dies auch die Knochendichte beeinflussen. Die Studie erschien in der Zeitschrift für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel. (APA/AP)

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