Dalai Lama weiser als der Papst

15. März 2002, 12:13
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Laut Umfrage ist das die Meinung der Deutschen - Nelson Mandela und Kofi Annan folgen

Hamburg - Der weiseste lebende Mensch ist nach Meinung der Deutschen der Dalai Lama. 33 Prozent der Befragten entschieden sich in einer repräsentativen Erhebung für das geistige Oberhaupt der tibetischen Buddhisten. Der Friedensnobelpreisträger erhielt damit mehr als doppelt so viele Stimmen wie der an zweiter Stelle genannte Papst Johannes Paul II. (14 Prozent).

Plätze eins und zwei

Diese Ergebnisse präsentiert das Magazin "Geo Wissen" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe "Erkenntnis, Weisheit, Spiritualität". Bei katholischen Befragten steht der Dalai Lama mit 37 Prozent demnach sogar in noch höherem Ansehen als beim Durchschnitt. Der Papst bringt es bei ihnen auf 19 Prozent.

Plätze drei bis fünf

Auf der Weisheits-Skala der Gesamtheit aller Befragten folgen nach dem Papst die Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela (12 Prozent) und Kofi Annan (11 Prozent). Auf Platz 5 steht der britische Physiker Stephen Hawking. Im Auftrag von "Geo Wissen" hatte das Institut für Demoskopie Allensbach 2.172 Deutsche befragt.

Die Weisesten des vorigen Jahrhunderts

Bei der Frage nach dem weisesten Menschen des vergangenen Jahrhunderts rangiert ein Wissenschafter vorne: Albert Einstein steht mit 30 Prozent an der Spitze, gefolgt von Mahatma Gandhi (25 Prozent), Mutter Teresa (18 Prozent) und Albert Schweitzer (11 Prozent). Nur vier Prozent entschieden sich für Papst Johannes XXIII., der das 2. Vatikanische Konzil einberufen hat - genauso viele für Sigmund Freud.

34 Prozent der Befragten glauben, dass die Entstehung von Welt und Leben wissenschaftlich erklärbar sind. 20 Prozent gaben an, Gott habe die Welt erschaffen, aber dieser Prozess dauere schon Jahrmillionen. Ebenso viele halten die Schöpfung nicht für das Werk eines persönlichen Gottes sondern für den "Ausdruck einer höheren universellen Kraft". Dass Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen hat, wie es in der Bibel steht, glauben 16 Prozent, vor allem Befragte über 60 Jahren. (APA/dpa)

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