Häufigeres und längeres Nasenbluten durch Alkohol

15. März 2002, 10:44
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Öfters auftretende Blutungen sollten untersucht werden

Marburg - Regelmäßiger und starker Alkoholgenuss erhöht die Gefahr für häufiges und lang anhaltendes Nasenbluten. Verantwortlich dafür ist die Gefäß erweiternde und Blutdruck steigende Wirkung des Alkohols, wie das Deutsche Grüne Kreuz in Marburg berichtet. Die Experten raten dringend, Nasenbluten vom Arzt untersuchen zu lassen, wenn die Blutungen häufig auftreten, länger als 20 Minuten anhalten und beide Nasenlöcher betroffen sind.

Gelegentlich könne dies ein erstes Warnsignal für ernstere Erkrankungen sein wie Bluthochdruck, Scharlach, Masern, Pfeiffersches Drüsenfieber, Gerinnungsstörungen, Diabetes oder Influenza-Grippe, betont das Grüne Kreuz. In den meisten Fällen sei das Nasenbluten aber harmlos und lediglich auf ein geplatztes Blutgefäß in der stark durchbluteten Nasenschleimhaut zurückzuführen.

Weitere Verletzungen der Gefäße

Ein Schlag auf das Riechorgan, heftiges Schnäuzen oder ein intensives Bohren mit einem Finger könnten die Gefäße leicht verletzen. Als weitere Ursachen kommen den Angaben zufolge eine ausgetrocknete Schleimhaut, Bluthochdruck und die Einnahme Blut verdünnender Arzneimittel wie Acetylsalicylsäure in Frage. Auch in der Schwangerschaft oder bei Infektionen sei Nasenbluten häufiger als sonst anzutreffen.

Das Grüne Kreuz rät, die leichten Blutungen mit aufrechtem, nach vorne geneigtem Sitzen, einem kalten Nackenumschlag mit einer Eispackung oder auch über ein Zusammendrücken der Nasenflügel zu stillen. Falls dann immer noch etwas Blut fließe, könne der Patient einen Tampon aus Gazestreifen oder Mull drehen und vorsichtig ins Nasenloch schieben. Dies sei allerdings nicht ganz ungefährlich, da die Nasenschleimhaut beschädigt werden könne. Nach erfolgreicher Blutstillung sollte sich mensch einige Stunden lang nicht mehr schnäuzen. (APA/AP)

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