2004 wird Europa der größte Markt für Computerspiele

15. März 2002, 10:08
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Konkurrenz der Spielekonsolen führt zu Game-Boom

Westeuropa wird bis zum Jahr 2004 die USA als größten Markt für Konsolen- und Computerspiele überholen. Das berichtet die BBC unter Berufung auf eine Aussendung der europäischen Software-Vereinigung ELSPA . Der europäische Computerspiele-Markt ist zurzeit heiß umkämpft. Microsoft hat den Verkauf der Xbox in Europa gestartet. Sie trifft auf die harte Konkurrenz der Sony PS2, die in Europa seit November am Markt ist. Am 3. Mai 2002 hat der GameCube von Nintendo Europapremiere. Schon jetzt findet ein gnadenloser Preiskampf statt.

Bis 2004 wird sich alles ändern

"Der europäische Markt expandiert ununterbrochen", so Roger Bennett, Generaldirektor der ELSPA. "Hauptsächlich deswegen, weil es hier Länder gibt, die bisher traditionell keinen großen Gaming-Markt haben", erläutert Bennett. Die Verkäufe von Konsolen- bzw. Computerspielen steigen auch in Japan und den USA, aber in Europa sieht die ELSPA größere Möglichkeiten. Zurzeit liegt der europäische Markt an zweiter Stelle hinter dem vereinten Markt von USA und Kanada, aber vor Japan. Bis 2004 wird sich das ändern. Wachstumsmärkte sind laut ELSPA vor allem die skandinavischen Länder sowie Spanien und Portugal. In Großbritannien haben derzeit 30 Prozent aller Haushalte eine Spielkonsole. Innerhalb von drei Jahren wird eine Verdoppelung erwartet. In Summe führen diese Entwicklungen in Europa dazu, dass der alte Kontinent den ersten Home-Computer-Markt der Welt überholt - mehr als 30 Jahre nachdem 1972 Pong, das erste Game für eine Atari-Konsole, gelauncht wurde. (pte)

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