Kongolesische Regierung zieht sich von Friedensgesprächen zurück

14. März 2002, 21:47
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Neue Angriffe im Osten Kongos

Sun City - Die kongolesische Regierung hat sich von den Verhandlungen über die Zukunft des Landes zurückgezogen. Ruandesische Truppen und eine von Ruanda unterstützte Rebellengruppe seien für neue Angriffe im Osten Kongos verantwortlich, erklärte ein Vertreter der Regierungsdelegation am Tagungsort in Sun City in Südafrika. "Es ist nicht möglich, Gespräche zu führen, während die Situation sich verschlechtert", sagte Vital Kamerhe.

Seit 25. Februar verhandeln die kongolesischen Bürgerkriegsparteien in Sun City über eine Beilegung des 1998 ausgebrochenen Konflikts, in den auch Truppen aus Ruanda, Uganda, Angola, Namibia und Simbabwe verwickelt waren. Eine 1999 vereinbarte Waffenruhe wurde wiederholt gebrochen. Nach der Ermordung von Präsident Laurent Kabila im Jänner 2001 flauten die Kämpfe ab. Die kongolesische Regierung will sich zwar vorläufig nicht mehr an den Friedensgesprächen beteiligen, die Delegation bleibt aber in Sun City.(APA/AP)

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