Angehörige kämpfen um das Leben von Kindesmörderin Yates

15. März 2002, 07:33
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Schuldspruch fußt auf Reagan-Attentat - Kritik an Verurteilung der Kindsmörderin

Houston - Die Mutter und der Ehemann der verurteilten fünffachen Kindesmörderin Andrea Yates haben am Donnerstag im Prozess von Houston (US-Bundesstaat Texas) um das Leben der 37-Jährigen gebeten. In der so genannten Strafmaßphase des Prozesses sagte die aus Deutschland stammende Jutta Kennedy weinend vor Gericht, ihre Tochter habe ihr Leben lang anderen geholfen, "und als sie selbst Hilfe brauchte, hat sie keine erhalten". Ehemann Russell sagte: "Andrea ist der gutmütigste und hilfreichste Mensch, den ich kenne".

Andrea Yates hatte im Juni vergangenen Jahres ihre fünf Kinder in der Badewanne ertränkt und war am Dienstag von einer Geschworenen- Jury schuldig gesprochen worden. Das Gremium kam entgegen den Argumenten der Verteidigung zu dem Schluss, dass Yates zur Tatzeit zurechnungsfähig war und wusste, dass sie ein Verbrechen beging. Dieselben acht Frauen und vier Männer müssen nun entscheiden, ob die Texanerin lebenslange Haft oder die Todesstrafe erhält. Lebenslange Haft würde bedeuten, dass Yates mindestens 40 Jahre hinter Gittern bleiben muss. (APA/dpa)

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