Für Ostern: Keine Angst vor Hühnereiern

14. März 2002, 21:25
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Schokolade ist wesentlich ungesünder

Wien (APA) - Menschen, die auf ihren Cholesterinspiegel achten wollen oder müssen, sollten an den Ostertagen lieber zum Hühner- als zum Schokoladenei greifen, so Birgit Junghans vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Aachen. Der Blutfettspiegel würde nämlich weniger durch die Zufuhr von Cholesterin aus der Nahrung beeinflusst werden als durch gesättigte Fettsäuren, die überwiegend in tierischen Produkten enthalten sind.

Auch in Schokolade, die einen Gesamtfettgehalt von 30 Prozent aufweist, sind überwiegend ungesunde gesättigte, aber wenig gesunde ungesättigte Fette enthalten. "Insgesamt leidet der Körper weniger unter den Hühnereiern als unter den restlichen österlichen Schlemmereien", so Junghans.

Auch wer von hohen Cholesterinwerten betroffen ist, muss nicht auf das traditionelle Hühnerei zum Osterfrühstück verzichten. Wesentlich gesünder ist es, die Menge an Schokoladeneiern, Gebäck und Pralinen einzuschränken. "Der hohe Gehalt an Zucker in diesen Süßigkeiten führt dazu, dass die Bauchspeicheldrüse permanent Insulin ausschüttet", erklärte Junghans. Der Blutzuckerwert fällt genau so schnell wieder ab, wie er zuvor angestiegen ist. Dieses ständige Auf und Ab führt zu Müdigkeit und Trägheit.

Auch andere "Sünden" sind durchaus verzeihbar. Das Osterlamm etwa muss nicht fehlen, sollte jedoch nicht den größten Raum auf dem Teller einnehmen. "Gönnen Sie sich wenige Schokoladeneier, genießen Sie diese aber bewusst. Nichts ist gefährlicher als unbewusstes nebenher essen. Sie wissen später gar nicht mehr, wie viel Sie gegessen habe", rät die Ernährungsexpertin.

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