EU einigt sich auf gemeinsame Linie bei Entwicklungshilfe

14. März 2002, 21:16
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Deutscher Kanzler Schröder unterstützt spanischen Vorschlag

Berlin/Barcelona - Die 15 EU-Staaten haben sich laut EU-Kommission kurz vor Beginn des Gipfels in Barcelona auf eine gemeinsame Linie zur Finanzierung der Entwicklungshilfe geeinigt. Angestrebt werde ein Durchschnitt der Ausgaben von 0,39 Prozent des Bruttosozialprodukts (BSP) im Jahr 2006, teilte die Kommission am Donnerstag in Brüssel mit.

Damit kann die EU bei der UN-Konferenz zur Finanzierung der Entwicklung in der mexikanischen Stadt Monterrey, die am 18. März beginnt, mit einer Stimme sprechen. Das von den Vereinten Nationen empfohlene Mindestziel sind Ausgaben von 0,7 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nannte die von Spanien vorgeschlagene Festlegung eines Mindestsatzes von 0,33 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) am Donnerstag vernünftig und auch von anderen EU-Ländern wurden dagegen keine Vorbehalte laut. Spanien hatte vorgeschlagen, eine Mindestmarke für die Entwicklungshilfe in den EU-Staaten von 0,33 Prozent zu fixieren. Das würde zu einem durchschnittlichen Satz von 0,39 Prozent gegenüber derzeit 0,33 Prozent führen.

USA ziehen mit

Nach der Europäischen Union stocken auch die USA ihre Entwicklungshilfe auf. Präsident George W. Bush gab bekannt, dass in den nächsten drei Jahren insgesamt fünf Milliarden Dollar (5,72 Mrd. Euro) zusätzlich ausgegeben werden sollten. Bisher geben die USA nach seinen Angaben mehr als zehn Milliarden Dollar jährlich für Nahrungsmittel und andere humanitäre Hilfe in den Entwicklungsländern aus. (APA/dpa/Reuters)

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