Im Prater blüht wieder allerlei

17. März 2002, 17:58
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Der Wurstelprater startete am Wochenende die neue Saison - Hohe Investitionen für neue Attraktionen - Umfeldplanung verzögert sich weiter

Wien - Mit sechs neuen Attraktionen und Investitionen über zehn Millionen Euro startet der Wiener Wurstelprater in die neue Saison. Größter Anziehungspunkt soll laut Alfred Kern, Präsident des Wiener Praterverbandes, der neue Eingangsbereich des Riesenrades werden, dessen Eröffnung allerdings erst für den 1. Mai vorgesehen ist. Bereits in Betrieb wird das Hochgeschwindigkeitskarussell "Turbo-Boost" sein, familienfreundliche soll es auf "Spring Ride" zugehen, wo sich laut Kern auch Kinder und Jugendliche "rauf und runter schupfen lassen können". Weitere Neuigkeiten sind das Ballspiel-Zentrum "Ball Factory" und die Kindereisenbahn "Der Zug des Manitou".

Rund drei Millionen Besucher jährlich

Finanzstadtrat Sepp Rieder (SP) hob bei der traditionellen Pressekonferenz die Bedeutung des Wurstelpraters für die Freizeitkultur Wiens hervor, aber auch seine Bedeutung als Wirtschafts- und Tourismusfaktor. Insgesamt kommen pro Jahr rund drei Millionen Besucher aus dem In- und Ausland in den Vergnügungspark.

Die Saison 2001 war laut Kern "schwierig". Zurückgeführt wird das nicht nur auf die Terroranschläge in den USA am 11. September des Vorjahres, sondern auch auf das Wetter. "An 22 Samstagen und Sonntagen hat es geregnet", klagte der Prater-Präsident.

Wenig Neues zur Umfeldplanung

Der Eingangsbereich werde erst nach dem Vorliegen der endgültigen Planungen für die Stationen der U-Bahn-Linie 2 neu geplant, was mit dem nahezu 15 Hektar großen Südbereich des Messegeländes geschehen soll, ist weiterhin unklar. Hatte Rieder im Vorjahr noch angekündigt, dass zumindest die Planungen bis Ende 2001 abgeschlossen werden sollten, ist nun wieder alles offen.

Weiter beobachten

Stadtrat Rieder sprach sich gegen übereilte Entscheidungen aus, auch was den künftigen Betreiber des Areals betrifft. "Es gelte, die laufenden Entwicklungen auf dem Freizeitsektor zu beobachten, auch die Praterbetreiber sollten in die Konzeption eingebunden werden. Zu berücksichtigen sei bei der Planung außerdem, ob Wien im Jahr 2008 Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft wird", so Rieder. (APA/red)

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