Krebsursache Konsumverhalten

14. März 2002, 17:09
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Jeder dritte Krebstodesfall geht auf falsche Ernährung und Rauchen zurück

Jena - Falsche Ernährung und Rauchen sind in westlichen Ländern nach Darstellung von GesundheitsexpertInnen Ursache für jeden dritten Krebstodesfall.

Auslöser seien unter anderem toxische Substanzen aus Lebensmitteln oder im Körper entstehende schädliche Stoffwechselprodukte, sagte die Ernährungswissenschaftlerin Beatrice Pool-Zobel zum Auftakt des zweitägigen Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ernährung am Donnerstag in Jena. Von diesen Substanzen könnten einige an der Entstehung von Erbgutveränderungen beteiligt sein, die den Krebs fördern.

Obst und Gemüse gesünder

Auf pflanzliche Lebensmittel, die das Krebsrisiko mindern, verwies dagegen Pool-Zobel vom Jenaer Universitätsinstitut für Ernährungswissenschaft. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung habe in den vergangenen Jahren viel geleistet, um die Menschen über die Vorteile des Verzehrs von Obst und Gemüse für die Gesundheit aufzuklären, sagte deren Präsident Helmut Erbersdobler.

Gesättigte Fettsäuren ungesund

Allerdings sei noch kein Rückgang beim Verzehr von gesättigten Fettsäuren erreicht worden, weil derartige Nahrung für viele Leute wegen des Aromas und des Geschmackes wichtig sei. Bei dem Jahreskongress beraten etwa 600 Teilnehmer aus fünf Ländern bis Freitag unter anderem über eine gesunde Ernährung, die Wirkung von Nährstoffen und die ernährungsphysiologische Qualität von Lebensmitteln. (APA/dpa)

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