Wiener Ärztekammer sieht ärztliche Ausbildung in Lehrpraxen gefährdet

14. März 2002, 15:15
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Dorner: Ministerium hat bereits nach zweieinhalb Monaten im neuen Jahr kein Geld für die Förderung mehr

Wien - Die Wiener Ärztekammer sieht die Ausbildung von Turnusärzten in Lehrpraxen gefährdet. Der Förderungstopf des Sozialministeriums ist leer, so der Wiener Ärztekammerpräsident Walter Dorner in einer Aussendung am Donnerstag. Dorner verweist darauf, dass die sechsmonatige Ausbildung in einer Lehrpraxis gesetzlich verankert ist. Der Staat habe sich verpflichtet, ein Budget für die Ausbildung junger Mediziner bereitzustellen.

"Ist dies nicht mehr der Fall, kann der dauerhafte Bestand des Systems in gleich bleibender Qualität nicht mehr gewährleistet bleiben", so Dorner. Ziel der Ausbildung in Lehrpraxen sei es, neben der stationären Ausbildung auch den Ablauf in einer Ordination kennen zu lernen, um Krankheitsbilder zu diagnostizieren, die im Spitalsalltag nicht mehr auftauchen.

Die momentane Regelung sieht vor, dass der auszubildende Arzt vom Lehrpraxeninhaber bezahlt wird, dieser Betrag wird dann vom Bundesministerium rückerstattet. (APA)

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