Exportzuwächse in Österreichs Bekleidungsindustrie

14. März 2002, 15:17
posten

Vorsichtiger Optimismus für 2002

Wien - Das Exportwachstum der österreichischen Bekleidungsindustrie in den EU-Staaten ist im Zeitraum Jänner bis September 2001 um 5,2 Prozent auf 783 Mill. Euro gestiegen, wie aus einer Statistik der Wirtschaftskammer Österreich hervorgeht. "Die aktuellen Außenhandelsergebnisse für die drei ersten Quartale 2001 bestätigen die hohe internationale Akzeptanz österreichischer Modeprodukte im Ausland. Wir konnten in diesem Zeitraum nämlich ein weltweites Exportplus von 4,6 Prozent auf 1,076 Mrd. Euro erreichen", sagte am Donnerstag der Obmann des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie, Wilhelm Ehrlich.

Im traditionellen Hauptmarkt Deutschland, auf dem alle namhaften internationalen Modefirmen um Marktanteile kämpfen, wurde sogar eine österreichische Absatzsteigerung von 12 Prozent auf 429 Mill. Euro erreicht. Zweitwichtigster Markt war Frankreich (plus 13 Prozent auf 98 Mill. Euro). Die Schweiz, Italien und Großbritannien folgen auf den nächsten Plätzen.

Entwicklungen sehr positiv

"Sehr positive Entwicklungen", so Franz Pitnik, Geschäftsführer des Fachverbandes Bekleidungsindustrie, würden sich aber auch auf den wichtigen Überseemärkten ergeben: In den USA wurde ein Plus von 4,1 Prozent auf 10,6 Mill. Euro erreicht, auf dem japanischen Markt ein Plus von 16 Prozent auf 5,9 Mill. Euro.

Der harte Preiswettbewerb sowie das Vordringen zahlreicher Filialketten beeinträchtigen die Ertragssituation der österreichischen Modeproduzenten. "Auch wirkt sich das Auslaufen der Importquoten für asiatische Anbieter negativ auf Firmen der österreichischen Bekleidungsindustrie, aber auch auf deren Lohnarbeitspartner in den EU-Beitrittsstaaten aus. Wir fordern daher im Gegenzug zum Quotenabbau bis Ende 2004 eine Modernisierung und Liberalisierung des Zollrechts. Die Bekleidungsindustrie ist nicht zuletzt auf Betreiben der textilen Vorstufe bei der Auswahl ihrer Vormaterialien für die notwendige Auslandsproduktion (in den EU-Beitrittskandidatenländern) diskriminiert und daher im Wettbewerb mit Vollimporten benachteiligt", stellt Ehrlich fest.

Für 2002 sei man aber aufgrund der mittlerweile nach oben revidierten internationalen Konjunkturprognosen "vorsichtig optimistisch". (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.