EZB: immer mehr Anzeichen für Aufschwung ohne Inflation

14. März 2002, 17:28
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Bis zu 2,5 Prozent soll Wirtschaft in Euro-Zone 2002 wachsen

Frankfurt - Nach Ansicht der EZB gibt es immer mehr Anzeichen für eine baldige Erholung der Wirtschaft in der Euro-Zone ohne Inflationsgefahren. Die EZB habe die Leitzinsen in der vergangenen Woche nicht geändert, da das Zinsniveau zur Sicherung stabiler Preise zur Zeit angemessen sei. "Insbesondere deuten Umfrageergebnisse für den Unternehmenssektor zunehmend auf eine Erholung Anfang 2002 hin", heißt es im Monatsbericht der Europäischen Zentralbank (EZB) für März, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Trotz andauernder Unsicherheit über das genaue Ausmaß des Aufschwungs sollte die Wirtschaft in der Euro-Zone gegen Jahresende eine Wachstumsrate dem Potenzialwachstum entsprechend von bis zu 2,5 Prozent erreichen. Zudem mehrten sich die Hinweise auf eine Erholung des weltweiten Wirtschaftswachstums im Laufe dieses Jahres.

Die Notenbank bekräftigte ihre Erwartung, dass die jährliche Teuerungsrate in der Euro-Zone in den kommenden Monaten unter die EZB-Toleranzgrenze von 2 Prozent fallen wird und dann unter dieser Marke verharren wird, falls keine unvorhergesehenen Entwicklungen eintreten und die Löhne nicht zu stark steigen. Die EZB erwartet außerdem, dass von der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage kaum Aufwärtsdruck auf die Preise ausgehen wird. Auch das noch immer starke Wachstum der Geldmenge M3 sei bisher wegen der bekannten Sondereffekte kein Risiko für die Preisstabilität. (APA/Reuters)

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