"Journalist": Chefredakteur verlässt die Fachzeitschrift

14. März 2002, 10:57
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Freihofner plant neues Medienprojekt

Gerald Freihofner (55) legt die Funktion des Chefredakteurs bei der Fachzeitschrift "Der Österreichische Journalist" zurück. Es sei an der Zeit, "einmal etwas eigenes zu machen", so Freihofner. Demnach plant der in der Branche angesehene Medienjournalist in seinem Wiener Redaktionsbüro, das er dem "Journalist" zur Verfügung gestellt hatte, ein neues Medienprojekt.

"Intimgegner" Prokschs

Freihofner (geboren am 30. Juli 1946 in Steyr) stieß 1974 zur Innenpolitik-Redaktion der "Wochenpresse" und war in der Folge an der Aufdeckung zahlreicher Skandale beteiligt. Ab 1977 war er Innenpolitik-Ressortleiter der Wochenzeitung. Durch seine hartnäckigen Recherchen im Fall Lucona hat er sich zum "publizistischen Intimgegner" Udo Prokschs gemacht.

Freihofner verließ die "Wochenpresse" 1991 und war in den folgenden Jahren als Chefredakteur des "Europa-Kurier" sowie des Branchenblatts "a3 Boom" tätig. Anfang der 90er Jahre war der CVer darüber hinaus Herausgeber der "Academia", der Zeitschrift des österreichischen Cartellverbandes (ÖCV). Mitte der 90er Jahre übernahm er auch die Präsidentschaft des ÖVP-nahen Friedrich Funder Instituts für Publizistik, Medienforschung und Journalistenausbildung und etablierte die "Wachauer Journalistentage" in Dürnstein.

Fünf Jahre beim "Journalisten"

Seit fünf Jahren ist Freihofner Chefredakteur des Fachmagazins "Der Österreichische Journalist", das es unter seiner Leitung zu hoher Wertschätzung in der Kommunikationsbranche brachte. "Das Magazin schaffte sogar im vergangenen besonders schwierigen Wirtschaftsjahr anders als die meisten anderen ein deutliches Umsatzplus", so Freihofner, der im vergangenen Herbst mit dem Titel Professor ausgezeichnet wurde. (APA)

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