Japans Handelsüberschuss um über 400 Prozent gestiegen

14. März 2002, 10:00
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Tokio - Japan hat im Jänner einen Rekordanstieg seines Handelsüberschusses verzeichnet. Wie das Finanzministerium in Tokio am Donnerstag bekannt gab, schnellte der Handelsüberschuss im Vergleich zum Vorjahresmonat massiv um 424,4 Prozent auf 336,8 Milliarden Yen (rund drei Mrd Euro) nach oben. Das ist der erste Anstieg seit 19 Monaten und zugleich der schärfste seit Erstellung solcher Statistiken im Jahre 1985. Während die japanischen Ausfuhren nur noch um 2,9 Prozent auf rund 3,4 Billionen Yen zurückgingen, sanken die Einfuhren um 11,0 Prozent auf rund 3,0 Billionen Yen.

Pleiten

Die Zahl der Pleiten im Februar auf den höchsten Stand für diesen Monat seit Ende des Zweiten Weltkrieges gestiegen. Wie die Kreditforschungsagentur Teikoku Databank am Donnerstag mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Firmenzusammenbrüche im Vergleich zum Vorjahresmonat um 18,2 Prozent auf 1712.

Die von den Unternehmen zurückgelassenen Verbindlichkeiten stiegen um 14,0 Prozent auf rund 1,3 Bill. Yen (11,5 Mrd. Euro). 75,4 Prozent der Pleiten gingen auf Folgen der Rezession zurück.

Angesichts der jüngsten Daten steuert die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt für das noch bis Ende dieses Monats laufende Geschäftsjahr 2001 auf den Nachkriegsrekord von 20.363 Pleitefällen im Jahre 1984 zu. Unter den im Februar gescheiterten Unternehmen befinden sich vier an der Börse notierte Firmen. (APA)

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