Plaut 2001 mit Ergebniseinbruch

14. März 2002, 14:35
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Beratergruppe tief in die Verlustzone gerutscht - Kräftiger Personalschnitt

Wien - Hohe Sanierungskosten und Firmenwertabschreibungen haben in der Bilanz der am Frankfurter Neuen Markt notierten Salzburger Berater-Gruppe Plaut im vergangenen Jahr tiefrote Spuren hinterlassen. Für 2001 weist das Konzernergebnis nach Steuern einen Verlust von rund 25 Mill. Euro aus, nach einem Gewinn von 5,0 Mill. Euro im Jahr davor. Der Umsatz sank von 290,6 auf 281,8 Mill. Euro, teilte Plaut am Donnerstag mit.

Restrukturierungskosten

Begründet wurde der hohe Verlust mit Aufwendungen von 17,3 Mill. Euro für die Restrukturierung der Gruppe sowie Firmenwertabschreibungen von 3,3 Mill. Euro. Daneben habe der Konjunkturabschwung in der IT-Branche sowohl in den USA als auch in Europa das operative Geschäft belastet. So seien schon erteilte Aufträge verschoben oder storniert und neue nur zögerlich vergeben worden, erklärte Plaut. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen hat sich das Ergebnis (EBITDA) im Vorjahr von 21,4 auf 10,5 Mill. Euro mehr als halbiert.

Den Personalstand hat Plaut im Zuge der Sanierung von 2.004 auf 1.647 Beschäftigte (Ende 2001) stark zurückgefahren. In den USA wurden fünf Niederlassungen geschlossen und die Mitarbeiterzahl von 366 auf 178 gesenkt, geschlossen wurde auch die Landesgesellschaft in Mexiko. Eine Irland-Tochter wurde dekonsolidiert. Derzeit ist die Consulting-Gruppe mit 32 Töchtern in 17 Ländern vertreten.

Weitere Sanierungsschritte

Heuer muss Plaut nach eigenen Angaben voraussichtlich weitere 3,4 Mill. Euro für die Sanierung der Gruppe in die Hand nehmen. Für das Gesamtjahr 2002 wird - dank guter Auftragseingänge - mit einem Umsatz von 250 bis 260 Mill. Euro und einer EBITDA-Marge von 6,0 Prozent gerechnet. 2003 soll die EBITDA-Marge auf 8,6 Prozent gesteigert werden. An der Börse notierte die Plaut-Aktie Donnerstag Nachmittag mit 2,8 Euro um 1,8 Prozent fester. (APA)

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