Spanische Botschaft als letzter Zufluchtsort

14. März 2002, 15:10
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20-köpfige Gruppe von NordkoreanerInnen droht mit Selbstmord im Falle der Abschiebung nach China

Peking - Eine Gruppe von 20 NordkoreanerInnen hat sich am Donnerstag in Peking auf das Gelände der spanischen Botschaft geflüchtet. Die Männer, Frauen und Kinder rannten durch das Frontportal der Botschaft. Zwischenfall gab es nur einen geringfügigen, als einer der Männer kurz von einem chinesischen Wachposten vor dem Gebäude festgehalten wurde. Er konnte sich jedoch losreißen und gelangte ebenfalls auf das Botschaftsgelände. In einer gemeinsamen Presseerklärung erklärte die Gruppe, ihr Ziel sei Südkorea.

"Wir sind derart verzweifelt und leben in solcher Angst vor Verfolgung in Nordkorea, dass wir uns entschieden haben, für die Freiheit unser Leben zu riskieren, anstatt passiv unser Schicksal zu erwarten", hieß es in der Erklärung. Einige der Flüchtlinge gaben auch Einzelerklärungen ab. Warum die Gruppe die spanische Botschaft als Zufluchtsort wählte, war zunächst nicht bekannt. Die Vertretung wurde nach der Aktion von chinesischen Sicherheitskräften abgesperrt. Die chinesische Regierung gilt als enger Verbündeter Nordkoreas.

(APA)

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