BASF macht Konjunkturkrise schwer zu schaffen

14. März 2002, 13:00
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Verhaltener Optimismus für 2002

Ludwigshafen - Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF hat im vergangenen Jahr stark unter der Konjunkturkrise gelitten. Der Umsatz ging um 9,6 Prozent auf 32,5 Mrd. Euro zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag in Ludwigshafen mitteilte. Das Betriebsergebnis sank ohne Sonderbelastungen für Standort- und Anlagenschließungen um ein Drittel auf 2,29 Mrd. Euro, mit Sonderfaktoren sogar um 60 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Die Dividende soll trotz der schwierigen Lage unverändert bei 1,30 Euro pro Aktie liegen.

Für das laufende Jahr wolle das Unternehmen "bei etwa gleichem Umsatz des fortgeführten Geschäfts unser Ergebnis deutlich verbessern", erklärte BASF-Chef Jürgen Strubbe. Für 2002 sei er aber insgesamt nur "verhalten optimistisch", es werde ein schwieriges Jahr bleiben. "Allerdings hoffen wir, dass die Nachfrage nach Produkten der chemischen Industrie in der zweiten Jahreshälfte wachsen wird." Bis dahin wolle BASF die Zeit weiter nutzen, um die Umstrukturierung voranzutreiben. Verkauft wurde von dem Unternehmen im vergangenen Jahr bereits das Pharmageschäft. Dafür nahm BASF über sechs Mrd. Euro ein, weshalb das Ergebnis vor Steuern um 138 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro stieg. (APA/AFP)

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