Frauenhandel im österreichischen Sportzirkus

15. März 2002, 09:00
posten

Eine "heimische Eiskunstlauflegende" soll Frauen aus Weißrussland für Bordelle in Österreich "besorgt haben"

Mittlerweile bekannt wurde der Name des "österreichischen Spitzensportlers", der unter Verdacht steht, für sechs oder sieben junge Frauen aus Osteuropa österreichische Visa besorgt zu haben. Es handelt sich dabei um den ehemaligen Eiskunstläufer Wolfgang Schwarz, der 1968 bei den Olympischen Spiele in Grenoble die Goldmedaille gewann.

Für die Arbeit in österreichischen Bordellen

Nach Angaben von Hofrat Max Edelbacher, Vorstand des Sicherheitsbüros, wird Schwarz durch Zeugenaussagen und Sachbeweise belastet. Er selbst sei bisher zu keinen konkreten Aussagen bereit gewesen. Die Mädchen, die laut dem Kriminalisten aus Weißrussland, Russland, der Ukraine und Litauen stammen, sollen von der ebenfalls festgenommenen Russin Narine A. mit der Aussicht auf lukrative Jobs in Österreich angeworben worden sein. Sie seien dann in Bordellen untergebracht worden, und zwar offenbar nicht nur in Wien, sondern auch in Graz und Salzburg. Diesbezüglich laufen noch Überprüfungen, sagte Edelbacher.

(APA)

Share if you care.