Morgenland hat Gold im Sand

13. März 2002, 20:32
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Assyrergrab barg Goldschatz - irakische Forscher präsentieren Details über Paläste in Nimrud

London - Das Urteil einer Archäologenkonferenz im Britischen Museum in London war einhellig: Das Grab des Assyrerkönigs Ashurhasirpal II. und eines Dutzends Königlicher im Nordirak "enthielt so erstaunliche Mengen von Goldobjekten und Schmuck, dass sich der Fund mit der Entdeckung des Tut-ench-Amun-Grabes messen kann": 23 Kilo Gold und Silber, darunter Kronen, Fuß-und Ohrringe, Diademe, Gürtel, dazu Bronzesärge, Keramik und türkise Flaschen.

"Die Präsentation des jüngst ausgegrabenen Königinnen- und Prinzessinnenschmucks durch sechs irakische Forscher ist die erste im Westen", sagt Henrietta McCall von der Nahostabteilung des Museums zum STANDARD. Erfreuter Nachsatz: "Trotz der weltpolitischen Lage." Wo die Originale des "besonders feinen Kunsthandwerks" aus dem 8. und 9. Jahrhundert vor Christus genau lagern, wüssten nur die Iraker, "unter der Erde" jedenfalls, so McCall. Nun erfahre man endlich "Details des Lebens in den Palästen von Nimrud", neben Ninive und Ur eine der wichtigsten Assyrerstädte. (rosch, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14. 3. 2002)

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