WHO kritisiert mangelnde Rücksichtnahme auf Hilfsorganisationen

13. März 2002, 18:35
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Seit Anfang März fünf tote palästinensische Sanitäter

Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Mittwoch die mangelnde Rücksichtnahme auf die Arbeit der Hilfsorganisationen in Israel und den palästinensischen Gebieten scharf kritisiert. Die neutrale Rolle des medizinischen Personals müsse gewährleistet sein, hieß es.

Sie sei vor allem beunruhigt, weil lebenswichtige Hilfe die Verletzten, Kinder, Schwangeren und Behinderten nicht erreichen könne, sagte WHO-Direktorin Gro Harlem Brundtland in Genf. Seit Anfang März kamen fünf palästinensische Sanitäter im Einsatz durch Schüsse israelischer Soldaten ums Leben.

Die palästinensische Hilfsorganisation Roter Halbmond nahm ihre Rettungsfahrten in Ramallah nach neuen Sicherheitsgarantien der israelischen Behörden am Mittwochmittag wieder auf, wie IKRK- Sprecher Vincent Lusser der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Hilfsorganisation hatte die Fahrten am Abend zuvor wegen der Bedrohung durch die israelische Truppen eingestellt.

Ein Fahrzeug des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), das eine Ambulanz des Roten Halbmondes begleitete, war am Dienstagabend in Ramallah vermutlich von israelischen Soldaten beschossen worden, wie Lusser weiter sagte. Das IKRK koordiniert die Ambulanzfahrten des Roten Halbmondes mit den israelischen Behörden und begleitet die Ambulanzen, wenn nötig. (APA/sda)

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    Ein israelischer Soldat kontrolliert ein rettungsfahrzeug des Roten Halbmonds in Ramallah

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